Infothek


Infothek

Zurück zur Übersicht
Steuern / Umsatzsteuer 
Montag, 27.05.2019

Verzicht auf die Umsatzsteuerbefreiung - Keine Fehler beim Vorsteuerabzug machen!

Wenn jemand eine Immobilie an einen Unternehmer vermietet, der das Mietobjekt selbst für sein eigenes Unternehmen nutzt, ist im Hinblick auf die Möglichkeit des Vorsteuerabzugs Vorsicht geboten. Dabei kann es schnell zu Fehlern beim Vorsteuerabzug kommen. Zur Prüfung, wieviel Vorsteuer maximal steuerlich geltend gemacht werden kann, sind mehrere Vorschriften im Umsatzsteuergesetz zu beachten.

Die Vermietung und Verpachtung von Grundstücken ist grundsätzlich steuerfrei. Dies hat zur Folge, dass die Steuer für Lieferungen sowie sonstige Leistungen vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen ist, da der Unternehmer sie zur Ausführung von steuerfreien Umsätzen verwendet. Sofern die Prüfung an dieser Stelle enden würde, wäre ein Vorsteuerabzug nicht möglich.

Die Prüfung endet hier jedoch nicht, da es eine Möglichkeit gibt, unter bestimmten Voraussetzungen auf die Steuerbefreiung zu verzichten, um Nachteile zu vermeiden. Die Grundvoraussetzung hierfür ist in § 9 Abs. 1 UStG geregelt, wonach der Unternehmer einen steuerfreien Umsatz als steuerpflichtig behandeln kann, wenn der Umsatz an einen anderen Unternehmer für dessen Unternehmen ausgeführt wird. Es wird eine unternehmerische Nutzung durch den Mieter verlangt.

Hinweis

Um Fehler zu vermeiden, informieren Sie sich bei Ihrem Steuerberater!

Zurück zur Übersicht

Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.